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Hallo Hupsi, (auch alle anderen die dies lesen)
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Koldunja2
bei uns....
zuechten?
Futter
Katzenfaxe

 

 

>>Für alle unwissenden, Hupsi ist mein neuer Brieffreund aus Amerika, Quatsch aus Österreich, er hat den Mut gefunden mir auf mein letztes Fax zu antworten. Er wurde in der letzen Ausgabe mit allem was dazugehört vorgestellt. Sein richtiger Name ist A`Flashpaw`s Incredible Blue und sein Vater ist ein echter Zuwanderer aus dem Wild-West-Land, das hört sich ja so interessant an, so was will ich auch. Aber Ach nee, dann müßte ich ja von hier fortgehen.<<

Nun bekommt Hupsi bald Halbgeschwister auf Auge gedrückt, und da mußte ich sofort daran denken, was sich hier seit meinem letzen Fax so alles getan hat. Ich weiß das mein Freund Hupsi auch schon erwachsen ist aber für diesen Famielienzuwachs ist er noch nicht verantwortlich. Für Hupsi finde ich, das sehr schade, da er die Arbeit haben wird und nicht das Vergnügen hatte.

Aber wer kann schon in den Kopf eines Zweibeiners hineinschauen? Als ich 1 Jahr alt war hatten Anna und ich endlich gewonnen, so durfte ich mich in meiner Männlichkeit bestätigen und Anna beglücken. Man hatten wir ne tolle Zeit, es war aber gar nicht so einfach wie ich es mir vorgestellt hatte und ich mußte mich erst einmal einarbeiten. Nach getaner Arbeit war ich nun erschöpft und zufrieden, aber auch Anna wollte nicht mehr so recht. In meinem Jugendlichen Leichtsinn ich erwartete ich, daß sich ja bald wieder eine Gelegenheit ergeben würde.

Als ich mich dann endlich von den Strapazen erholt hatte, wartete ich vergebens. Das einzige was Anna interessierte, war fressen, schlafen, fressen. Sie fraß so viel das ich schauen mußte, das ich auch etwas ab bekam, aber es war immer genug da. Nun wissen ja auch die Zweibeiner, wenn man viel ißt und sich nicht bewegt, wird man dick. Ich habe mich sehr gewundert das meine sonst so pingelige Anna meine Warnung in den Wind schoß, es passierte das, was passieren mußte, nun wohnte eine dicke Anna bei mir, aber auch die Zweibeiner fanden es toll, daß Anna dick wurde, komisch bei mir fanden sie das nicht witzig.

Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, schien sie mich nicht mehr so zu lieben wie früher, sie wollte nicht mehr mit mir spielen und als Liebhaber war ich auch nicht mehr gefragt. So wurde Anna immer dicker und ich habe mich schon gefragt, wann sie platzen wird, andererseits habe ich mir eins in die Tatze gelacht, denn meine Gewichtsprobleme hatten sich schlagartig erledigt.

Bis zu diesem Zeitpunkt war das alles zwar komisch aber es störte mich nicht weiter. Nun fing sie jedoch an rumzuquengeln und wurde immer unruhiger. So beschloß ich, bevor es hier noch Ärger geben würde vorerst einmal ins Badezimmer einzuziehen, dort ist mein Waschbecken, aber auch unter der Badewanne mache ich es mir gerne gemütlich. Meine Verpflegung war gut, und so hatte ich keinerlei Bedürfnis mich aus meinem selbst gewählten Exil herauszuwagen.

Erst nach zwei Tagen siegte meine Neugier, da meine Zweibeiner sehr wenig Zeit hatten und auch schienen mir unnormal, ich wollte wissen was da los war. So stolzierte ich in meinem jugendlichen Leichtsinn in Richtung Wohnzimmer und dort traf mich fast der Schlag. Es roch komisch und Anna lag in dem neuen Korb und kümmerte sich um 3 Kleine Fellspielzeuge die rumkrochen und seltsam quiekten und was mich am meisten empörte sie durften an ihren Zitzen saugen und es roch auch noch nach Milch. Das war mir nicht geheuer, was hatten die Zweibeiner da in Annas Körbchen gelegt, ich ging lieber wieder in mein Exil.

Hier hatte ich Zeit zu nachdenken und so kam ich zu der Ansicht, daß das wohl Babys waren, aber wo hatten die Zweibeiner die her? Ich hatte damit nichts zu tun, denn ich war das nicht!!! Als ich die Zeit für gekommen hielt traf ich mich mit Anna, zum konspirativen Treff in der Diele und dort erzählte sie mir, daß die drei Fellknäule tatsächlich Babys waren, und daß ich lieb zu ihnen sein sollte, es wären meine bzw. unsere Kinder. Meine Babys? Ich? Was hatte ich da bloß angerichtet? Jetzt hatte ich eine ganze Familie am Fell! Aber wenn das meine Babys waren, dann wollte ich mich lieber selbst davon überzeugen. Ich schaute genauer in den Korb, dort lagen 3 kleine Mädchen, die ich schon beim ersten hinschauen in mein Herz schloß.

Anna war eine tolle Mama, und sie ließ mich solange schauen wie ich wollte. Als ich wieder wegging, hatte ich mich irgendwie verändert, ich war nun ein stolzer "erwachsener" Vater. Es machte mir schon ein wenig zu schaffen, daß ich nun nicht mehr den Nesthäckchenstatus und meine Starstellung innehatte, aber als dann der große Tag des ersten Ausfluges kam, war auch das Vergangenheit, sie waren so niedlich, daß man ihnen alles verzeihen konnte. Ganz vorsichtig spielte ich mit ihnen oder spielten sie mit mir? Alle waren sie von meinen Vatereigenschaften begeistert, die Zeit verging schnell und meine Mädchen wurden größer und wilder. Anna und ich haben viel mit ihnen gespielt getobt und geschmust. Unser Heim wurde sehr turbolent und auch die Zweibeiner genossen diese Zeit.

Eine habe ich besonders ins Herz geschlossen, sie heißt Fenja, fressen und schmusen verbindet uns sehr, aber leider ist sie ausgezogen, wie schon Fedora vor ihr. Fedora, jetzt Tinka war ein echter Wirbelwind, sie war sogar mir etwas zu temperamentvoll. Vor ihr war nichts sicher, und nun macht sie den Blödsinn bei ihrem neuen Trainingsteam. Eine ist mir jedoch geblieben, sie hat es geschafft Markus um die Mini-Tatze zu wickeln, Raja nennen die Zweibeiner sie, vielleicht wird sie mir bald beim Schreiben helfen, das Temperament dazu hätte sie.

Also, Hupsi beim nächsten Mal werde ich es mir gut überlegen ob ich für ein paar Stunden Spaß soviel Streß inkauf nehmen will. Aber du hast den Streß ja ohne Vergnügen, es kommt immer dicker als man denkt. Nun wirst auch du bald alles teilen, sogar deinen Lieblingsplatz. Falls du jedoch auf die Idee kommen solltest, die Kinder nicht richtig zu behandeln, so putz es dir von der Katerbacke, das gibt Ärger mit der Mutter, mit garantierter Sicherheit.

Aber es macht viel Spaß mit den kleinen Kuschelzwergen, auch wenn sie größer werden, sind sie eine wahre Bereicherung, denn wann immer etwas kaputt geht, kannst du es auf die Kleinen schieben, die bekommen sowieso nie Ärger und du bist fein raus.

Jetzt wo ich fast fertig bin, kommt Raja und will ihren Senf dazugeben, aber von dem was ich geschrieben habe, hat sie eh keine Ahnung, denn damals war sie noch zu klein. Beim nächsten mal darf sie helfen. Hoffentlich kannst du den einen oder anderen Tip von mir gebrauchen und ich habe dich mit meiner Geschichte ein wenig vorbereitet.

Alles Gute für die kommende Zeit und kätzische Grüße Dein

RASPUTIN

PS Auch schöne Grüße von RAJA

 

 

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© Antje Büssemeier